Maibaumklau Reutern

Die Dorfjugend Bonstetten unter der Federführung von den Faschingsfreunden haben sich zusammengefunden um am 29. April dann endlich tätig zu werden. Vorausgegangen ist eine Erkundung in den nahe gelegenen Dörfern rund um Bonstetten, bei dem Ausschau gehalten wurde, wo und wie die Maibäume gelagert und bewacht wurden. Dabei ist dann relativ schnell festgestellt worden, das der Maibaum in Reutern während der ganzen Zeit nachts über nicht bewacht worden ist. Auch wurde festgestellt, das die „Gribl-Halle“ tagsüber sehr oft unbewacht offen gestanden ist. Das gab den Anlass, am 29. April gegen ca. 22:30 sich auf den Weg nach Reutern zu machen. Dort stieß man im ersten Augenblick auf verschlossene Tore. Doch der der Spähtrupp bekam im richtigen Augenblick die notwendige Erleuchtung und das Tor öffnete sich wie von Geisterhand. Und dann ging es ziemlich schnell. Mit der Kraft von zwei Frauen, drei Betrunkenen und 19 männlichen Personen wurde der Baum aus der Halle herausgetragen, bevor er später dann mit Traktor und einem Nachläufer dann nach Bonstetten gebracht wurde. Aufgefallen ist, das die Reutener Einwohner einen ungewöhnlich tiefen Schlaf haben, da diese nicht ganz leise Aktion überhaupt nicht aufgefallen ist. Somit konnte dann gegen halb zwei in der Nacht, nachdem man in Bonstetten angekommen ist, den „Maibaum-Diebstahl“ gebührend feiern. Am darauf folgenden Vormittag wurden dann die Verhandlungen mit dem Musikverein Reutern gestartet um den Baum wieder auszulösen. Nach einem akzeptablen Ergebnis wurde der unbeschädigte Baum am 30. April gegen 12 Uhr wieder an Reutern übergeben.

Anzumerken bleibt noch, das es hoffentlich den Reuternern klar geworden ist, das eine angeblich zugesperrte Halle auch bewacht werden muss, speziell wenn eine so wertvolle Ware darin gelagert wird. Wichtig ist auch, das an dieser Halle überhaupt keine Sachbeschädigung vorgenommen wurde. Auch Insiderwissen war nicht vorhanden. Das Ganze hat vielmehr mit den Faktor Zufall zu tun gehabt. Auch sei von der Dorfjugend Bonstetten erwähnt, wenn die Verhandlungen nicht erfolgreich gewesen wären, das dieser Maibaum bestimmt eine hervorragende Bereicherung gewesen wäre, speziell schon wegen den sehr aufwändigen Schnitzereinen am Baum. Nun wünscht die Bonstetter Dorfjugend und die Faschingsfreunde den Reuternern viel Glück bei der Teilnahme an dem Wettbewerb für den schönsten Maibaum der Brauerei Unterbaar.